Wir helfen

Initiativen der Universität Wien

Auf der folgenden Seite finden Sie einen kurzen Überblick über bestehende Initiativen der Universität Wien, ihrer MitarbeiterInnen und Studierenden im Bereich Flüchtlingshilfe.

Studienvorbereitung

Open Learning Initiative (OLIve)

TeilnehmerInnen des OLIve-Programms
Foto: Yulia Belinskaya

Die Universität Wien bietet freie wissenschaftliche Kurse für AsylwerberInnen, Asylberechtigte oder subsidiär Schutzberechtige in Österreich und anderen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums, die ein Studium an einer europäischen Hochschule anstreben. Die Kurse werden von 2017 bis 2018 abgehalten und vom ERASMUS+ Programm der Europäischen Union gefördert. Das Ziel des OLIve Programms ist es die TeilnehmerInnen auf ein europäisches Hochschulstudium zu vorbereiten. Es werden 2 Module angeboten. OLIve ist ein 12-wöchiges Programm mit jeweils fünf Lehrstunden einmal pro Woche. OLIve-UP ist ein sechsmonatliches Programm mit rund 25 Wochenstunden.


Wissenschaftsvermittlung für Kinder & Jugendliche

UniClub plus

Kinder forschen im Labor
Foto: Kinderbüro Universität Wien

UniClubplus ist ein Angebot für jugendliche Flüchtlinge über 15 Jahre, für die es oft schwer ist, an den schulischen Erfahrungen und ihren Interessen vor der Flucht anzuknüpfen. Unter den Jugendlichen mit Fluchtgeschichte, die schon länger in Österreich sind, gibt es viele, die gut Deutsch können, aber Bedarf haben, ihr Fachvokabular oder ihre Sprechpraxis im Kontakt mit deutschsprachigen Menschen zu verbessern. Auf die Bedürfnisse beider Gruppen reagiert der UniClubplus mit spezifischen Angeboten. In Räumlichkeiten des Kinderbüros der Universität Wien wird abseits von Deutschkurs oder Schule ein Raum der Begegnung geschaffen. Bildungsinteressierte Jugendliche mit hohem Potenzial, an eine Universität zu kommen, werden zu Erreichung des Schulerfolgs unterstützt. Die Lernunterstützung erfolgt durch Angehörige der Universität Wien – Lehrende und im speziellen Lehramtsstudierende. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für LehrerInnenbildung umgesetzt. Das Projekt finanziert sich über Spenden, das Kinderbüro bittet um Unterstützung!

Kinderuni on Tour

Kindergruppe beim Lernen im Park
Foto: Kinderbüro Universität Wien/Ludwig Schedl

Die "Kinderuni on Tour", ein Projekt des Kinderbüros der Universität Wien, ist seit 2007 jeden Sommer auf öffentlichen Plätzen in Wien unterwegs – ausgerüstet mit einem mobilen Hörsaal und jeder Menge Wissenschaftsboxen. Im Wintersemester besucht die Kinderuni on Tour Flüchtlingskinder. Ziel der Kinderuni on Tour ist es insbesondere, Kinder aus bildungsfernem Umfeld zu erreichen; ALLE wissbegierigen Kinder sind eingeladen, zu forschen, zu experimentieren und Fragen zu stellen.

Auch bei der alljährlichen KinderuniWien wird es 2017 wieder kostenlose KinderuniTagestickets für Familienzentren, Flüchtlingshäuser und andere sozialpädagogische Einrichtungen geben.


Rechtsberatung

Law Clinic am Juridicum

TeilnehmerInnen bei einem Treffen der Law Clinic
Foto: Vienna Law Clinics

Der Verein "Vienna Law Clinics - Studentische Rechtsberatung in Wien" bietet kostenlose rechtliche Erstberatung in den Bereichen Asylrecht und Startups. Die Law Clinic soll Menschen unterstützen, die sich rechtliche Beratung sonst möglicherweise nicht leisten könnten. Im Sommersemester 2017 wird die Law Clinic nun am Juridicum verankert und um eine dritte Sparte Verbraucherrecht erweitert. Studierende absolvieren pro Sparte eine einschlägige Lehrveranstaltung und können danach über den Verein unter Anleitung und Aufsicht von AnwältInnen und PraktikerInnen rechtlich beraten. Im Asylrecht unterstützen die Studierenden verschiedene Organisationen und NGOs, wie etwa das Netzwerk Asylanwalt oder den Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock. Sie gehen in Asylunterkünfte und erklären Asylwerbenden den Ablauf des österreichischen Asylverfahrens, die damit verbundenen Rechte und Pflichten und stehen für allgemeine Fragen zur Verfügung.


Sport & Bewegung

Fußball

Gruppenfoto Fußball mit Flüchtlingen
Foto: Universität Wien

Das Universitätssportinstitut (USI) der Universität Wien wird auch im Wintersemester 2016/17 wieder jeden Samstagnachmittag (außer zu Ferienzeiten und wenn Meisterschaften stattfinden) zwei Fußballeinheiten für Flüchtlinge anbieten. Ein erfahrener USI-Trainer wird die Fußballeinheiten leiten und gemeinsam mit AsylwerberInnen aus der Bundesbetreuungsstelle Erdberg in der USI-Sportstätte Rennweg Fußball spielen.

"Movi Kune - gemeinsam Bewegen" - Sport und Bewegungstherapie mit Kriegs- und Folterüberlebenden

Menschengruppe bei Sportübungen
Foto: Institut für Sportwissenschaft

Seit 2013 wird am Institut für Sportwissenschaft gemeinsam Sport und Bewegung mit Kriegs- und Folterüberlebenden durchgeführt. Das Projekt "Movi Kune - gemeinsam bewegen" spricht insbesondere Flüchtlinge an, die auf Grund traumatischer Ereignisse, therapeutische Unterstützung suchen. Dazu arbeiten wir gemeinsam mit dem Betreuungszentrum für Kriegs- und Folterüberlebende HEMAYAT.

"CoMoTo - Come and move together"

CoMoTo ist eine Initiative des Instituts für Sportwissenschaft, bei der sich einige Studierende und MitarbeiterInnen zusammengetan haben, um gemeinsam mit geflüchteten Personen Sport zu treiben. Das Projekt wurde im Winter 2015 ins Leben gerufen und startete mit einem Workshop über Trauma-sensiblen Sport. Die Sport- und Bewegungsprogramme starteten im März 2016 mit drei verschiedenen Gruppen: Eine Frauengruppe mit Teilnehmerinnen aus einem Caritas Haus fand einmal wöchentlich in den Räumlichkeiten Auf der Schmelz statt, wobei vor allem tänzerische Inhalte angeboten wurden. Die zwei anderen Gruppen fanden im Otto-Wagner-Spital mit den Bewohnern der Pavillons des Arbeiter-Samariter-Bunds statt: Hier gab es jeweils eine Männer- und eine Frauengruppe. In der Männergruppe wurden zweimal pro Woche vor allem Laufen, Ballspiele und Kräftigungsübungen angeboten. Die Frauengruppe fokussierte sich auf Yoga, Pilates und Entspannungsübungen. Es ist geplant die Angebote der Gruppen am Otto-Wagner-Spital im Sommersemester 2017 weiterzuführen.


Soziales & Gesellschaft

Bildungswissenschaft: SOLIdee

Wir helfen Geflüchteten
Foto: solidee.at

SOLIdee ist eine Initiative von engagierten Menschen, die teils direkt als Lehrende oder Studierende oder indirekt als FreundInnen oder Bekannte mit dem Institut für Bildungswissenschaft verbunden sind. Die teilnehmenden Personen wollen "in Österreich wie auch in Europa Verantwortung übernehmen und einen Beitrag leisten, eine Willkommenskultur zu schaffen, die jeden Menschen als das behandelt, was sie/er ist – nämlich Mensch mit all den ihr/ihm zustehenden Rechten". Ziel ist die unbürokratische Organisation und Koordination von dringend notwendigen Hilfsleistungen, Sachspenden und Freiwilligendiensten.

Geographie: ACCESS - Bildungszugang und soziale Teilhabe für geflüchtete Menschen

Exkursion im Wienerwald
Foto: Kinderbüro

Am Institut für Geographie und Regionalforschung haben Lehrende und Studierende gemeinsam die Initiative ACCESS - Bildungszugang und soziale Teilhabe für geflüchtete Menschen ins Leben gerufen. Aktuell werden dabei Exkursionen und Lehrveranstaltungen zur Stadtgeschichte Wiens, zum Wien umgebenden Naturraum sowie spezielle Infotouren zur kostengünstigen Nutzung des Wiener Kulturangebots angeboten.

 

 

Interkulturelle Kommunikation

Gruppenfoto mit Jugendlichen
Foto: Ceurabics

CEURABICS ist ein Center für Europäisch-Arabische und Islamisch-Christliche Studien und Austauschprojekte und dient als Plattform für den Austausch von Studenten aus der Region des Mittleren Ostens und Nordafrikas (MENA) und aus Europa. Das Center wird getragen von einem registrierten gemeinnützigen Verein in Kooperation mit Studierenden und Professoren der Universität Wien.

Ziel ist die Förderung der interreligiösen und interkulturellen Kommunikation zwischen jungen Menschen aus Österreich und der MENA-Region sowie das Angebot von Förderungsmaßnahmen zur Inklusion in die österreichische Gesellschaft. 

Vienna International Christian-Islamic Summer University (VICISU)

eine Gruppe internationaler StudentInnen
Foto: VICISU 2010

Die Vienna International Christian-Islamic Summer University (VICISU) ist eine Sommeruniversität, deren Ziel es ist, im Rahmen eines dreiwöchigen Programms Studierende und Lehrende von Universitäten aus allen fünf Kontinenten zusammenzubringen. Die Sommeruniversität entwickelte sich aus dem Vienna International Christian-Islamic Round Table heraus – ein runder Tisch, der von WissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen wie z.B. Recht, Theologie oder Sozialwissenschaften ins Leben gerufen wurde, um sowohl von einem christlichen als auch von einem islamischen Blickwinkel aus zentrale Fragen unserer heutigen Gesellschaft zu diskutieren. Sie findet alle zwei Jahre statt, das nächste Mal im Sommer 2018.


Wissenschaftskommunikation & -transfer

Semesterfrge: Wie verändert Migration Europa?

 Semesterfrage "Wie verändert Migration Europa?"

Seit März 2016 läuft an der Universität Wien die Semesterfrage, ein neues Projekt zur Wissenschaftskommunikation. Dabei stellen ForscherInnen der Universität Wien zu einem Thema, das die Gesellschaft bewegt, ihre Expertise zur Verfügung. Im Sommersemester 2016 widmete sich das Projekt der Frage "Wie verändert Migration Europa?": Über 40 WissenschafterInnen und Studierende der Universität Wien haben in Form von Interviews und Gastbeiträgen mitgewirkt. Die gesammelten Beiträge finden Sie im Dossier Semesterfrage in uni:view, ausgewählte Artikel davon auch auf derStandard.at. Den Abschluss fand der Schwerpunkt Ende Juni 2016 mit einer hochkarätig besetzten Diskussionsveranstaltung im Großen Festsaal.